Samstag, 13. November 2010

Zieleinlauf - das Ende naht - Singapur Rückblick der ersten beiden November-Wochen


das Mercedes Team
Was hat sich so getan die letzten beide Wochen. Endspurt auf der SMU, das Semester neigt sich dem Ende zu. Viele, viele Mercedes Meetings hab ich hinter mir, sowohl mit dem Creative Director, der uns sehr interessante Inputs gegeben hat, sowohl als auch interne Gruppenmeetings, mal mehr mal weniger effiziente. Aber nun hat auch dies sein Ende, denn heute war die finale Präsentation bei Mercedes-Benz vorm CFO, den Marketing Leuten und Finance Mitarbeitern;) die Präsentation lief sogar besser als gedacht, wir wurden sehr gelobt vom CFO und konnten seine Erwartungen übertreffen. Ich bin ja sooooo froh das wir endlich abgeschlossen haben auch wenns oft sehr lustig war mit unserer Gruppe ;) Auch der letzte Market Research Report, den ich so gut wie allein schreiben musste, wird am Montag eingereicht und dann steht nur mehr eine Prüfung am 22.11. aus.

                                                                                       
Alice, Jörg und ich
Zwischendurch haben wir uns auch eine Auszeit gegönnt und sind auf zahlreiche Parties gegangen. Unter anderem waren wir auf der exklusiven F1 Brazil Party im White Rabbit, wo wieder einmal alles gratis war. Johnnie Walker ohne Ende und leckere Häppchen wurden rundum serviert ;) Am Feiertag, 5. November, der Deepavali (=Lichtfest) war der Istana Park (des Präsidenten) geöffnet und wir ergriffen die Chance, uns den schönen Park, der mehr eine riesige Golfanlage war, anzusehen.


das Anwesen des Präsidenten

Außerdem machten wir einen netten Spaziergang ins Katong Viertel, wo es DAS Laksa Gericht von ganz Singapur gibt. Es ist einfach das Beste und auch zertifiziert mit mehreren Urkunden. Alicia, mein Buddy, hatte uns ja schon zu Beginn dorthin gebracht und schon damals waren wir begeistert. Auch einen schönen Hindutempel gibt es dort und wir ließen uns bei „Awfully Chocolate“ den geilsten Schokokuchen schmecken. Von meinem Kurs Business Development besuchten wir am Montag noch die Firma BSH (Bosch/Siemens Household Appliances), wo wir einen informativen Vortrag bekamen und anschließend in der luxuriösen Schauküche von Gaggenau bekocht wurden. Mmmmhh war das lecker ;))

 
SMU Farewell Party

Laksa in Katong













 

Am Mittwoch besuchten wir zum 2. Mal das Wavehouse auf Sentosa und dieses Mal war wirklich alles perfekt. Traumhaftes Wetter und Alice und ich nur zu zweit auf dem FlowRider mit „Privatunterricht“. Der Profi hat uns einige Tricks gezeigt, die nach 1h intensivem Training auch bei uns Erfolg hatten! Das war richtig Spaß! Perfekte Welle, Sonnenschein, also ab an den Strand.


Am Abend war dann noch die SMU Farewell Party angesagt. Die Open Deck Party Busse warteten schon ab 20h auf uns aber gestartet sind wir dann erst um 21h. „Redbull-Ein Produkt von Europa aus Österreich!“, sagte die Promoterin und drückte uns die Dosen in die Hand. Auf dem Deck gings dann einmal kreuz und quer durch Singapur, nochmal vorbei an allen Sights und mit super Stimmung unter den Exchange Studenten. Wir wollten gar nicht mehr runter vom Bus und genossen die neidischen Blicke der Singapurer als wir durch die Orchard Road gedüst sind. „Achtung, Kopf einziehen, die Weihnachtdeko!!“ :D


es weihnachtet in Singapur
Anschließend wurden wir beim Swissotel abgesetzt um die Party in der New Asia Bar fortzusetzen. Die Stimmung wurde immer besser und wir feierten solange bis wir schließlich hinausgeschmissen wurden.


Heute nach der Mercedes Präsentation wird nun noch mal gefeiert und morgen Mittag geht’s dann nach Bangkok und weiter nach Nordthailand für eine Woche! Auf dem Programm stehen Shoppen, Party, Tempelbesichtigungen, Bootstouren, Wasserfall in und um Bangkok, Ruinenbesichtigung von Ayuttaya und Besuch bei Bergdörfern, Elefantenreiten und Wandern in Chiang Mai.

Bis bald ihr Lieben, dickes Bussi aus Singapur

Sonntag, 7. November 2010

Kernöl-Lieferung plus Tiroler Bergkäse, Steirische Kürbiskerne und Lebkuchen


Jippiiii mein Survival-Package ist angekommen und somit auch mein Besuch aus Graz. Mum ist in Singapur gelandet und besuchte mich 12 Tage in meiner derzeitigen Wahlheimat mit kostbaren Schätzen wie Kürbiskernöl, Kürbiskerne, Bergkäse, Gouda, Camenbert, Lebkuchen, Lindt Schokolade und das allerbeste: selbstgemachter Zwetschkenfleck von Oma!!

Das war ein schöner Moment nach 7 Monaten meine Mum wieder in die Arme schließen zu können und ihr einen Teil meines derzeitigen Lebens zu zeigen. Ich versuchte mich als Touristenguide in Singapur und wir tourten natürlich auch zu den einen und anderen nicht touristischen Plätzen hier. Begonnen hat dieser 12-tägige Asientrip mit einem Cocktail im 71. Stock des Swissôtels und geendet hat sie mit einem Drink auf dem Helipad am Clarke Quay, aber was war dazwischen?


Dazu jetzt mehr. Die mehrtägige Stadttour beinhaltete:
-Moschee im malaysischen Viertel
-Raffles Hotel
-Boat Quay
-Asian Civilisation Museum
-Cityhall
-Chijmes
-Fullerton Hotel
-Marina Bay
-Merlion
-Essen im Hawercenter Lau Pa Sat
-Shopping in Chinatown
-Dschungelwalk auf Sentosa und Schwimmen am Tanjong Beach
-Tempel in Little India
-Nachtschwimmen im YMCA
-Singapore Zoo
-Clarke Quay bei Tag und Nacht
-Tanzaufführung vor der Esplanade
-Spaziergang über die Helixbrücke
-Casino-Besuch im Marina Bay Sands
-Skypark auf dem Marina Bay Sands
-3-stündige Wanderung durch das Mac Ritchie Reservoir
-SMU Uni Tour
-Orchard Road mit Mega Shopping Malls
-zahlreiche Bar-Besuche
-und noch vieles mehr!

Weiters waren wir auch auf Kusu Island, der Schildkröten Insel, eine „normalerweise“ kleine und verlassene Insel, die Entspannung bietet. Doch zu unserer Zeit fand gerade eine Pilgerfahrt der Chinesen und Malayen auf die Insel statt und somit verkehrten die Fähren im 10min Takt. Von Ruhe war natürlich keine Spur, doch andererseits bekamen wir neben den viele Schildkröten auch ein wenig von der Geschichte und Tradition der Locals mit.


  

 
 TRIP NACH TIOMAN ISLAND (MALAYSIEN)


Um nicht nur in Singapur zu bleiben, verließen wir die Handelsstadt für 4 Tage und fuhren nach Malaysien. Mit dabei waren Alice, ihr Bruder Christian und dessen Freundin Birgit, Mum und ich. Nach etwa 3,5h durch die Palmenlandschaft von Südmalaysien setzte und der Bus in Mersing, einem kleinen Fischerort, ab. Dort angekommen wollten wir so schnell wie möglich auf die nächste Fähre zur Insel Tioman doch die Gezeiten waren dagegen. Ob der Wasserstand nun wirklich zu niedrig war oder ob sie einfach wegen den fehlenden Leuten nicht noch einmal fahren wollten, wissen wir nicht. Fakt ist allerdings, dass wir den Nachmittag somit noch in Mersing verbringen mussten und erst am nächsten Morgen auf die Insel fahren konnten.

Der nächste Tag war allerdings wunderschön, strahlendblau und perfekt für einen faulen Strandtag in unserem Panuba Inn Resort. Den Strand hatten wir ganz für uns alleine, denn wir waren mit einem noch schwulen Pärchen die einzigen Gäste dieses Resorts. Mitbewohner waren sonst lediglich die vielen Makkaken und Komodowarane. Tioman Island ist weltweit unter den 10 schönsten Inseln genannt und kann auch mit einer fantastischen Unterwasserwelt aufwarten. Das durchsichtige, türkisblaue Meer gibt den Blick auch schon beim Schnorcheln auf die vielen Korallen und bunten Fische frei. Wir machten einen Trek durch einen kurzen Abschnitt des „Dschungels“ um nach ABC, dem größeren Ort neben unserem Privatstrand, zu gelangen. Mum, Birgit und Christian hätten uns (Alice und mich) für diese Aktion fast den Kopf umgedreht aber sie wurden dann schließlich auch dafür belohnt ;) Wir aßen bei Sonnenuntergang und tranken die besten Pina Coladas, die ich je in Asien bekommen habe. Und ich hab mich in unsern „Jack Sparrow“-Kellner verliebt :P


In der Nacht ging ein heftiges Gewitter nieder und wir konnten das peitschende Meer von unserem Zimmer über dem Meer hören. Der nächste Tag war daher nicht sehr sonnig und neben Lesen, Musik hören und Chillen beschlossen wir (Alice, Birgit und ich) am Nachmittag etwas aktiv zu werden und meldeten uns zum Scuba Dive Kurs an. Wir bekamen eine kompetente Beratung von unserem englischen Tauchmaster und bald wurden wir mit den Tauchutensilien eingedeckt. Einer nach dem anderen wurde nun im Meer eingewiesen und bekam die notwendigen Tricks gezeigt. Easy going! Los geht’s ;) Doch dann kam eine schwarze Wolkenfront und es regnete aus Eimern. Alles war grau in grau und das Boot, das uns zum Riff fahren sollte legte aus Sicherheitsgründen nicht ab. So ein Pech aber auch! Auch ein Versuch am nächsten Morgen scheiterte, denn die einzige Fähre des Tages fuhr bereits um 10h ab und ließ uns keine Zeit mehr für unseren Tauchgang *snief*. Aber keine Sorge, wir holen das noch nach: nächster Versuch – Vietnam!


Am späten Nachmittag sind wir wieder zurück in Singapur angekommen und wir verbrachten den letzten gemeinsamen Abend mit einem guten Abendessen (gegrillter Stachelrochen, Mangohühnchen und Singapore Sling) am Boat Quay. Das war der Vorabend zu Halloween, der 30.10., an dem hier in Singapur aber alle verkleidet wie im Fasching als Teufelchen und Prinzessinen herumlaufen.
Die 12 Tage sind so unglaublich schnell vergangen und ich habe jeden einzelnen Tag genossen!

  

Großes Danke an Mum für diese tolle Zeit!


Dienstag, 19. Oktober 2010

Borneo - ein Trip der Extreme

Hier kommt ihr zu meinem Borneo Album

Schon über 2 Wochen her unser Trip der Extreme!! Wow, wie die Zeit vergeht. Trotzdem gebührt dieser Trip seine Anerkennung und Erwähnung in meinem Blog ;)

Fazit: Wir legten in 2 Tagen während unserer Mount Kinabalu Besteigung von knapp über 9h (überdurchnittlich gut ;)allerdings im Vergleich zum Rekord mit ca. 2h nicht mehr erwähnenswert) eine Strecke von 17,4km und 4458 Höhenmeter zurück! Ein einmaliges Erlebnis!!




Insgesamt 4 Tage dauerte unser Ausflug zum malaysischen Teil von Borneo in Sabah (13.10.-17.10.). Zu viert verließen wir Singapur (Sandra, Alice, Simion und ich) und quartierten uns kurz nach der Ankunft ins nette “Borneo Global Backpackers Hostel“ in Kota Kinabalu ein. Früh wollten wir schlafen gehen, um für unsere große Aufgabe genug Energie zu tanken. Das Ziel, das es zu erreichen gab, lag auf 4095m Seehöhe. Das gefürchtete Monster namens Mount Kinabalu! Er ist der höchste Berg zwischen dem Himalaya und den Schneebergen von Papua Neuguinea. Alice war schon seit Tagen aufgeregt und konnte nicht gut schlafen, doch dazu gab es doch wirklich keinen Grund. Wir haben uns gut vorbereitet mit unseren regelmäßigen Gym Einheiten, bei denen wir uns immer weiter und weiter steigerten. Denn es gab nur ein Ziel!!! Es gibt kein Zurück, kein Abbrechen käme in Frage! Niemals, würd ich aufgeben, wenns mich die letzte Kraft kostet dort rauf zu kriechen auf alle Vier :)




Der große Tag war gekommen: Donnerstag, 5h30 Tagwache, 7h-9h Busfahrt, Registrierung im Headquarter des Mt. Kinabalu Parks auf 1564m, Genehmigung abholen, unseren Guide Jeffrey kennen lernen, Lunchpaket einpacken und schnell noch ein paar Schichten anziehen. 7kg sagt die Waage zu meinem Rucksack und zusätzlich hatte ich noch meine Kameratasche zu tragen. Hätt ich nicht doch auch einen Träger so wie Alice nehmen sollen? Punkt 9h50 startet unser Aufstieg vom Timpohon Gate auf 1866m. Gut gelaunt und wissend, dass wir 6km und dabei 1407 Höhenmeter hinter uns legen müssen um unser Laban Rata Resthouse zu erreichen, marschierten wir zügig los bevor die Massen kommen.
und so sah unsere Route aus


Insgesamt sind pro Tag nur an die 140 Personen für den Aufstieg zugelassen! Der Weg besteht von Beginn an aus Stufen, Stufen, Stufen und noch mehr Stufen.
Die ersten 3 Hütten und somit 2,5km haben wir sehr zügig zurückgelegt und nach und nach kommen uns schon die ersten Absteiger entgegen.

Die Gesichter sind schmerzverzerrt und die Leute stützen sich auf ihren Stöcken und dem Geländer ab um die letzten Kilometer nach unten zu überwinden. Ob es uns auch so gehen wird? Nachdem es absolut keine Straßen noch Seilbahnen gibt, müssen alle Lebensmittel und sonstige Gebrauchsgegenstände des Rasthauses von den Locals hochtransportiert werden. Bergauf konnte ich sogar ein paar von denen überholen ;) aber die haben auch das dreifache Gepäck auf ihren Schultern denke ich. Wie wir erfahren haben, gehen die Guides wie Jeffrey jeden 2. Tag auf den Berg und kommen somit auf über 150 Besteigungen pro Jahr!! Jeffrey, unser Guide hielt sich immer im Hintergrund und war stets Schlusslicht, sodass wir das Tempo vorgeben konnten. Schon nach kurzer Zeit teilte er uns mit, wir sollen es ein wenig langsamer angehen, da wir sowieso Zeit genug haben. Ich hörte allerdings nicht so sehr darauf, zu groß war mein Ehrgeiz und meine Motivation.

Wir einigten uns auf eine Mittagspause auf 2702m Höhe um Punkt 12h, wo wir uns mit unserem Lunchpaket stärkten. 570 Höhenmeter haben wir noch vor uns aber wir liegen sehr gut in der Zeit und gönnten uns eine halbe Stunde Rast. Je höher wir kommen, desto steiniger wird der Weg, desto dünner die Luft und desto langsamer der Aufstieg.


1km vor dem Ziel


Jippiiii, um Punkt 14.30 erreichten wir das Laban Rata Resthouse auf 3272m und somit unsere Endstation für den ersten Tag und es scheint sogar die Sonne. Mir gings spitze, war fast ein wenig enttäuscht, dass es so „leicht“ ging nachdem ich von meiner gründlichen Vorbereitung und Durchforstung diverser Reiseblogs schon auf das Schlimmste eingestellt war. Kein Muskelkater, noch nicht! Und die Luft machte mir zum Glück auf nichts aus. Übertreiben alle Leute so? Oder geht’s nur mir so? Wir wurden zu viert in ein nettes Zimmer einquartiert, der einzige Hacken: es gab kein Warmwasser! Den restlichen Nachmittag chillten wir auf der Terrasse der Unterkunft und machten ein paar nette Bekanntschaften mit Leidensgenossen aus Korea, England und Australien, während wir auf das Abendessen warteten. Super Buffet mit allem Drum und Dran, naja dafür zahlen wir auch genug ;) Punkt 19h lag ich im Bett, so früh wie nie zuvor glaub ich, denn um 2h nachts war bereits Tagwache für das erste Frühstück. Geplant war nämlich ein Aufstieg zum Gipfel bis zum Sonnenaufgang um das herrliche Naturschauspiel beobachten zu können.

Doch dann die böse Überraschung: Seit Stunden stürmt es draußen und es regnet aus Eimern sodass richtige Bäche von den Felsen bergab fließen. Es war ein Warten und ein Hoffen auf Besserung. Wir sollen auf 4h warten und sollte das Wetter dann nicht besser sein, wäre ein Aufstieg nicht mehr möglich, teilten uns die Guides mit. Das kann doch wohl nicht sein, da sind wir schon mal auf über 3200m und es besteht die Gefahr, dass wir unser Ziel nicht erreichen können!! Die Guides erklärten uns klipp und klar, dass sie nicht rauf gehen, doch könne man wenn man seine „Todeserklärung“ unterschreibt auch bei diesem Unwetter auf eigene Gefahr den Aufstieg wagen, allerdings würden 80% der Menschen, die bei dem bestehendem Wetter die Gefahr auf sich nehmen, entweder zu Tode kommen oder zumindest verletzt zurück kommen. „No risk no fun“, ist eigentlich mein Motto aber irgendwann gibt’s eine Grenze und in diesem Fall war es auch mir nicht wert das Risiko bei der Dunkelheit und bei dem Sturm auf mich zu nehmen. Zurück ins Bett, Wecker auf 6h und dann los sobald es hell ist. Gesagt, getan. Rein in unse Gewand: Kompressions-Tight, 3xSocken, lange Hose, Top, langes Shirt, kurzes Shirt, Pulli mit Kaputze, Schal, Handschuhe, Softshell-Jacke und Laufschuhe,...ich glaub das wars ;)
Jetzt kam der schwierigste Teil der ganzen Besteigung. Die Stufen waren viel steiler und führten direkt zur Felswand über die es nur per Seil weiterging. Die Spitze war allerdings nie zu sehen, nur die Bodenmarkierungen ließen uns wissen, wie weit es noch war. Vom Resthouse waren es 2,7km und 823 Höhenmeter bis zur Spitze des Low´s Peak.
Ich versuchte zügig weiterzugehen und möglichst ohne Pausen weiter und weiter zu gehen, doch das Atmen wird schon ein wenig schwerer in diesen Höhen. Nach eine finalen Klettertour auf den letzten Metern erreichten wir die Spitze des Mount Kinabalu, den Low´s Peak (warum eigentlich Low´s Peak? Weil der "erste" Mann, der die Spitze erreicht hat Low hieß) auf 4095m am Freitag, 15.10. um 8h24! Was für ein Adrenalinschub, Glücksgefühle, Erleichterung,….ein unbeschreibliches Gefühl!! Belohnt wurden wir mit ein paar Sonnenstrahlen und eine 360° Aussicht über dem Mt. Kinabalu Park weit bis zu den Küsten Borneos und den umliegenden Inseln. Wir alle haben es geschafft und sind mächtig stolz auf unsere Leistung ;)





Tipps für alle die sichs auch Überlegen: HIER (auf Englisch)





Zurück „lief“ ich dann fast im Alleingang in 60min zu unserem Guesthouse und machte es mir schon mit herrlichem 2. Frühstück auf der Terrasse gemütlich. Keine 5min später kamen auch schon Sandra und Alice aber wo war Simion? Der kam dann ca. 1h später…keine Ahnung was da wirklich los war…Nach einer Rast von 1h machten wir uns auf den Rückweg. Von nun an gings bergab ;) Angeblich soll dies der schlimmste Part sein…kann ich nicht bestätigen.
Es waren knapp über 2h hauptsächlich in Hockhaltung, Stufe für Stufe. Gegen Ende hin wurden die Knie schon weich, gut nach gesamten 3052 zurückgelegten Höhenmetern an Tag 2 darf man das also schon spüren. Geschafft haben wir es alle und zwar ohne Stock oder anderen Gehhilfen ;)
Nachdem wir unsere Zertifikate abgeholt hatten und unsere abschließendes Mittagessen einnahmen fuhren wir zu fünft (Sandra, Alice, Simion, Nick und ich) zu den Poring Hotsprings um unsere müden Muskeln wieder ein bisschen in Form zu bringen. Tatsächlich waren dies kleine Becken im Freien, die man erst mal selber anfüllen musste, doch es war perfekte zum Entspannen ;)
Danach gings mir schon wieder so gut, dass ich Luftsprünge machen und laufen konnte. Wie gibt’s das, dass ich nach 2 so intensiven Tagen keine Spatzen habe? Oder kommen die erst?


der Tunku Abdul Rahman National Park mit seinen 5 Inseln


Für Samstag haben wir (Sandra, Alice und ich) nur relaxen und schnorcheln auf den Inseln Sapi und Mamutik vorgesehen. Die beiden Inseln gehören neben 3 weiteren zum Nationalpark Tunku Abdul Rahman und bieten tolle Riffs mit bunten Korallen und Fischen sowie wunderschöne weiße Sandstrände.


Also perfekt nach unserem Trip. Doch als wir Samstag früh versuchten vom Bett aufzustehen, spürten wir nun die Folgen. Schmerzen, die ich zuvor noch nie hatte, Oberschenkel und Wadeln…uiii…und dann noch die Stiegen beim Hostel runter…so ging es den ganzen Tag (und noch weitere 3 Tage) und wir mieden jede Neigung;) Zurück in Kota Kinabalu, ließen wir uns fangfrischen Fisch und Fruchtshakes an der Uferpromenade schmecken und genossen dabei den wunderschönen Sonnenuntergang.



Am Sonntag schauten wir noch zum Wochenendmarkt in die Stadt und bummelten ein bisschen durch die vielen Verkaufsstände, wo wir dann auch das eine oder andere Souvenir erstanden:)


Alles in Allem war der Trip all seine Mühen und Ausgaben wert und ich würde es jedem empfehlen, einmal im Leben einen 4000er zu besteigen!! Mt. Kinabalu ist abgehackt, wo ist der nächste? ;P