Mittwoch, 13. Oktober 2010

Surfer´s Paradies in Indonesien – Jakarta, Bali, Lombok, Gili Trawangan

Endlich war der Tag gekommen! Bali, Bali, Bali! Schon lang hab ich davon geträumt diese Insel zu besuchen und nun waren es nur mehr weniges Stunden und Tage bis zu meiner Trauminsel.

Dies war unsere Route:


Für alle, denen es zu mühsam ist meinen gesamten Blogeintrag zu lesen, mein Fazit von 10 Tagen Indonesien:

-Jakarta: die schmutzigste Stadt, die ich je zuvor gesehen habe, unglaublicher Lärm, nach Ankunft in Kota, der Altstadt, brummte mir nach wenigen Minuten der Schädel und ich wolle nur mehr weg, aber natürlich hat auch diese Stadt mit 8,5 Mio. Einwohner schöne Seiten zu bieten, man glaubt es kaum

-Bali: Surfer´s Paradies, 1 Woche Motorradtour um die Insel, lecker Seafood, Reisterassen, weiße und schwarze Sandstrände, Wellen und gutaussehende, trainierte Surfer;), viele Tempelanlagen, Affenwald, Vulkanbesteigung auf 1717m, Verkehr ist schlimmer als in China

-Lombok: touristenarme Nachbarsinsel von Bali; Palmen, Palmen, Palmen; schwarze, einsame Sandstrände, Kunstmarkt in Senggigi, schreckliche Hauptstadt Mataram, schlimme Verkehrsbedingungen

-Gili Trawangan: ruhige Insel mit 700 Einwohnern, Erholung pur, Strandbars, Sonnen, Nichtstun, keine Autos, nur Fahrräder und Pferdekutschen, Schnorcheln, Inselumrundung in 1,5h

Hier sind die FOTOS zu meiner traumhaften Reise während unserer recess week, denn wir waren ja schon sooo fleißig und mussten uns erholen von unserer ersten anstrengenden Hälfte des Studiums an der SMU. Ja Halbzeit war und nun beginnt der 2. Teil unseres Studiums, der noch bis Ende November dauert.

Die Reise startete diesmal leider schon mit einigen Problemen denn 2 Tag vor Abflug bekamen wir von Air Asia ein SMS das unser Flug verschoben wird und nachdem wir alle 3 Flüge bei Air Asia gebucht hatten nahmen wir an es handelt sich um unseren ersten Flug der einen Tag verschoben wurde. Tatsächlich handelte es sich nur um eine 20min Verspätung unseres 2. Fluges. Also hatten wir den Flug nach Jakarta unfreiwillig verschenkt und mussten ein komplett neues Flugticket am Flughafen kaufen Unnötige Ausgaben…grrrrr…..aber bis jetzt ist alles immer reibungslos verlaufen, einmal darf das sein.

Unser erstes Anflugziel war Jakarta, auch wenn wir schon gewarnt wurden wie dreckig und laut diese Stadt ist, haben wir uns trotzdem entschlossen den schlimmsten Teil von Indonesien in Angriff zu nehmen. Wir konnten einfach nicht glauben, dass eine Stadt so schmutzig und der Verkehr so schlimm sein kann, doch ich muss es bestätigen. Neben der Altstadt, mit dem Fischmarkt, wo ich auf die niedlichsten Kinder in Asien gestoßen bin. „Foto, Foto“, schrien sie und posierten für mich ;) Das Nationaldenkmal „Monas“ und die
Istiqlal-Moschee, die größte in Südostasien, die 120.000 Gläubigern Platz bietet und deren Kuppel einen gewaltigen Durchmesser von 45m hat, haben wir uns nicht entgehen lassen. Übernachtet haben wir die 2 Tage bei Astu, unserer netten CS, die uns dann mit dem Auto abholte und in ihr schönes Heim brachte.

Am nächsten Tag machten wir uns nur mit Fotokamera und Wasserflasche, Astu und ihren 2 Freunden Rolei und Mumul nach Taman Mini Indonesia, ein 100ha großer Themenpark in dem die traditionellen indonesischen Häuser nachgebaut wurden, auf. Wir bekamen daher Einblick in eine uns noch fremde Kultur und fuhren mit der Skytrain über die Häuser.
Gestärkt mit leckerem Fisch, fuhren wir weiter zum Hafen im Norden um uns die Yachten anzusehen und verbrachten noch einen netten Abend in einer Bar im Meer und anschließend in Kampung, dem Barviertel, wo wir einer Liveband zuhörten.


So jetzt war es aber wirklich so weit: Der große Tag war gekommen Sonntag 3.10.2010, 6h20 Abflug nach Bali! Nach unserer Ankunft in Kuta, dem legendären Surfspot von Bali, trafen wir auf unseren CSler Jack und einen Holländer, die uns gleich mal zur Wohnung in Nusa Dua brachten. Nun noch ein Motorrad für 1 Woche um sage und schreibe 3 Euro und 1 Euro Benzinkosten pro Tag mieten, 2 Helme und es kann los gehen.
Wir cruisten auf der Bukit Halbinsel im Süden herum zum Tempel Ulu Watu, der auf einer Felsenwand steht und weiter zum geilsten Surfspot der Profis „Padang Padang“! Einfach fantastisch.
Jack hat sich wirklich Mühe gegeben uns „seine“ Insel zu zeigen und war immer gerne unser Guide, doch manchmal wollten wir einfach nur alleine sein und unsere Entdeckungstour alleine durchführen und nicht 24h mit ihm unterwegs sein. Wir beobachteten die Surfer und auf den perfekten Wellen bei Sonnenuntergang vom Pool des Hotels „Bluepoint“, welches eine unbeschreibliche Aussicht bietet.

Tag 2 auf Bali: Unser Trip nach Ubud führte uns (Jack, Nelly-französische CSler, Alice und mich) schon früh morgens beim Strand Sanur vorbei, wo wir uns stärkten.
Ubud ist ein erholsamer Ort für Kulturinteressierte, es gibt nette Tempel, etliche Reisfelder und Reisterassen in der Umgebung,
den Affenwald, der mir als einer der größten Affen-fans natürlich besonders gut gefallen hat, und man hat die Möglichkeit abends die Kecap Tänze (traditionell balinesisch) zu besuchen.
Dies ging sich in unserem Programm leider nicht aus, doch auf dem Weg nach Denpasar sahen wir noch einen kurzen Ausschnitt eines Gamelan Orchesters, welches von Kindern aufgeführt wurde. Denpasar, die Hauptstadt von Bali, hat nicht wirklich viel zu bieten außer dem Pasar Badung, einem großen open-air Markt, den wir noch bei Nacht besucht haben und dem Puputan Square, ein beliebter Treffpunkt der Einheimischen. Sonst herrscht hier hauptsächlich Trubel und Verkehrstaus! Also schnell wieder weg von hier ;)

Tag 3 führte uns nach einem kurzen Badestopp am Strand von Nusa Dua in den Westen zum hinduistischen Meerestempel Tanah Lot. Die Anreise war länger als geplant und wir konnten vor Schmerzen kaum noch auf dem Motorrad sitzen. Aber die landschaftliche Schönheit ließ alles bald vergessen. Links und rechts Reisfelder und deren Farmer, einfach alles so saftig grün wie im Bilderbuch. Tanah Lot ist mittlerweile schon mehr als Touristenfalle bekannt und so fuhren wir weiter Richtung Mengwi und dem Berdorf Bedugul, das am See Danau Bratan liegt, wo wir uns nach weiteren Stunden Fahrt eine Rast gönnten und Souvenirs shoppten. Dort war es schon beachtlich kühler auf 1500m!! Vor der einbrechenden Dunkelheit, die hier in Südostasien generell zwischen 18 und 19 Uhr ist, marschierten wir noch zu den Gitgit Wasserfällen und dann weiter den Berg hinunter zur Küste nach Lovina (112km entfernt von Kuta). Nach langen mühsamen Verhandlungen vor Ort bekamen wir doch noch ein schickes Hotelzimmer zum Toppreis und spazierten noch zum Strand und den netten Restaurants und Bars dieses Dorfes. Lovina ist perfekt für ein paar Tage Badeaufenthalt am schwarzen Sandstrand und um Delfine zu beobachten.

Tag 4, 7h Tagwache, ab zum morgendlichen Strandbad, Frühstück auf der Terasse, 8.30 Aufbruch Richtung Vulkan. Der Weg führte uns durch etliche Bergdörfer wie Kintamani und Penelokan auf über 1300m Seehöhe und vom Danau Batur, dem Kratersee, ging es nun zu Fuß weiter. Unser Ziel war der Kraterrand des Gunung Batur auf 1717m! Der Vulkan befindet sich in einem noch viel größeren Vulkan, den man als solchen gar nicht wirklich wahr nimmt, denn die Caldera misst sage und schreibe 10kmx13,5km und in ihr befindet sich der Kratersee. Es leben 16.000 Einheimische in der Caldera und der letze Ausbruch des Gunung Batur war im Jahr 2000. Doch wurde aufgrund vulkanischer Beben im September letzten Jahres von der Warnstufe „Normal“ zu der höheren Stufe „Wachsam“ gewechselt. Der Aufstieg war anstrengender als erwartet, zuerst durch den Wald und schließlich nahm die Vegetation mehr und mehr ab und wir kämpften uns durch Sand, Geröll und Lavagestein bei stechender Hitze hoch. Nach 1,5h war es geschafft…k.o. aber der Ausblick war es wert! Meine erste Vulkanbesteigung!! Um ca.17h kamen wir nach einer rasanten Fahrt und zurückgelegten 1717m Seehöhe in Padangbai an der Ostküste an. Im kleinen Fischerort erholten wir uns noch am Strand Blue Lagoon, den wir ganz für uns alleine hatten, und gönnten uns noch ein leckeres Abendessen bevor wir mit der Nachtfähre nach Lombok, der Nachbarsinsel, übersetzten.

Tag 5 –Ankunft in Lombok um 3h30, keine Auge zugedrückt, denn die Einheimischen hier sind so aufdringlich, lassen einen nie in Ruhe und versuchen jeden Cent aus den Touristen rauszuquetschen. Aber nicht mit uns! Auf der Fähre noch machten wir eine nette Bekanntschaft mit Andrew aus Kalifornien, der vor 2 Jahren zu den Gili Inseln ausgewandert ist und er wollte uns sicher den Weg zu Bangsal, dem Ort von dem die Boote zu den Gili Inseln ablegen, zeigen. Also folgten wir ihm durch die stockdunkle Nacht und waren froh über seine Anwesenheit. Warten, warten, warten, denn das erste Boot verlässt Lombok erst gegen 8h und so hatten wir Zeit den Sonnenaufgang auf dem Weg von Senggigi nach Bangsal zu genießen und die schönen großen Buchten zu sehen. Auf den Straßen waren wir fast alleine, aber ein paar Stunden später wird es dort auf den neu asphaltierten Straßen wieder rund gehen. Ein Boot mit 30 Leuten tuckerte dann zur Insel Gili Trawangan, dem Paradies fürs Nichtstun und für Ruhe. Kein Verkehr, keine Autos, nur Fahrräder und Pferdekutschen, weißer Sandstrand rundherum, gute Lokale, nette Bungalows und billige Drinks am Strand. Wir umrundeten die Insel zu Fuß in 1,5h und trafen uns noch mit anderen CSlern zum gemütlichen Abendessen am Strand.

Tag 6 – Da wir leider nur eine Nacht auf Gili Trawangan einplanen konnten, verließen wir die Insel früh morgens schon wieder. Die Sicht war super, sodass wir sogar bis nach Bali sehen konnten und den höchsten Vulkan mit über 3000m. Nach etliche Zwischenstopps an der schönen Westküste Lombok und in Senggigi erreichten wir Mataram, die Hauptstadt von Lombok. „Hilfe, will hier weg!“, der Verkehr war schrecklich, sowas kann man sich nicht vorstellen ohne es gesehen zu haben. Alice und ich fuhren abwechselnd die Woche mit dem Motorrad und Lombok zurück war wieder mein Part. Auf was muss man aufpassen außer den sonst bekannten Verkehrsteilnehmern? Motorräder die links und rechts von dir überholen mit Abstand von 20cm, überholende Autos, abrupt abbremsende Autos, entgegenkommende Fahrräder auf deiner Spur, entgegenkommende Mopeds auf deiner Spur, Kinder die winkend an der Straße stehen und in die Straße geschupft werden, herumstreunende Hunde, aufgescheuchte Hendln, die über die Straße irren, Kühe und Ziegen am Wegrand, Pferdekutschen auf deiner Spur, dazu noch überholende Autos, Motorräder, LKWs der entgegenkommenden Richtung und….hab ich was vergessen?...Schlaglöcher!! Wie ihr seht kann eine Fahrt auf öffentlichen Straßen schnell zum Abendteuer werden und wer keine guten Nerven und ein wenig Mut hat soll das Selbstfahren hier wirklich lassen!!! Von Lembar schipperten wir wieder zurück nach Bali und hatten noch eine 1,5h lange Autofahrt mit den gerade beschriebenen Bedingungen vor uns. Fix und fertig sind wir wieder in Nusa Dua angekommen und wollten nur mehr ins Bett.

Tag 7 war leider schon wieder unser letzter Tag auf Bali und das Ende unsere Indonesien Reise nahte, doch wer aufgepasst hat, weiß was wir unbedingt noch vor hatten: ja was wohl………SURFEN!!!!!!!!! Schon alleine dafür lohnt es sich noch eine weitere Woche dran zu hängen, doch bei uns ruft ab Montag wieder die Uni. Ab 9h waren wir am Strand von Kuta und Legian anzufinden, mit Board in der Hand stürzten wir uns in die Wellen für unsere ersten Surfversuche. Jack´s Bruder kam mit uns um uns ein paar Tricks zu zeigen, wie sich aber herausstellte konnte auch er nicht wirklich surfen und noch viel schlimmer-nicht schwimmen!! Kaum zu glauben, dass Leute die am Wasser leben nicht schwimmen können!! Also verlasse ich mich auf ein paar Tipps der Locals und einigen Anfängern im Wasser und paddelte los. Die Wellen in Kuta sind perfekt für Anfänger und nach wenigen Versuchen bekam ich schon ein Gespür für die Wellen. Die ersten Stehversuche haben wir gemacht, 2-3 Tage länger und ich könnte vielleicht wirklich schon kleine Wellen „playen“. Mir hats super Spaß gemacht und wollte eigentlich gar nicht mehr aus dem Wasser so ehrgeizig wie ich bin, aber schließlich verließen mich meine Kräfte durch das viele Paddeln und literweise Salzwasser schlucken. Zum relaxen danach gingen wir ins Hard Rock Hotel http://bali.hardrockhotels.net/ wo wir im riesigen Pool schwimmen waren ;) Mit leckerem Abendessen, einer Shoppingtour und einer balinesische Massage (60min/4,5€) ließen wir den Abend ausklingen. Kuta ist allerdings schon dermaßen touristisch und übersäht von Bars, Restaurants, Hotels, Boutiquen, Souvenirständen und hat abseits der Wellen kaum einen Reiz. Was mich am allermeisten nervte waren die Ausrufe der Locals wie „Yes, Transport?“, „Taxi, Mam?“, „You need watches?“,”Sarong, cheap cheap!”...grrrrrr....lasst mich in Ruhe!

Ansonsten:
Perfect day, perfect trip! I will definitely come back!

Mittwoch, 29. September 2010

Wavehouse, Indonesien und Grand Prix und viele, viele Gruppenmeetings

Letzten Dienstag hatte ich meine erste Midterm-Präsentation in Business Development, wo wir unsere Ideen für den Case, den wir am Ende abgeben werden, vorstellten. War im Großen und Ganzen in Ordnung und nun geht’s ans schreiben…naja etlichen Gruppenmeetings später dann.
Midterm-Tests, Präsentationen und Reports stehen nun an, eine Woche vor den „Herbstferien“, und damit ist dann schon wieder die Hälfte unseres Semesters vorbei.

Zur Abwechslung fuhren Alice und ich dann letzten Mittwoch auf Sentosa zum Wavehouse mit Marian und Thomas, um uns in die Wellen zu schmeißen ;) der erste Start zum Surfen ist somit gemacht! Der Wave-Rider ist eher eine Mischung zwischen Snowboarden, Wakeboarden und Surfen. Beim ersten Versuch auf dem Brett zu bleiben bin ich kläglich gescheitert aber beim 2. Anlauf klappte es schon mit den ersten Stehversuchen ;) Nach einem etwas unglücklichen Sturz, bei dem mit das Brett auf die Hüfte geschleudert wurde und nachdem es anfing zu regnen, wurde die Session abgebrochen und aufs nächste Mal verschoben. Anschließend suchten wir was Resort World Sentosa Casino auf, wo wir durch die Roulette-tische schlenderten und gratis Getränke bekamen. In der Vivo-City, die als Gateway zu Sentosa dient und eines der größten Shopping Malls ist, haben wir uns mit Sushi eingedeckt und anschließend noch die St. James Powerstation besucht. Dort sieht es ähnlich aus wie unsere Seifenfabrik in Graz, in der etliche Lokale, Restaurants und Clubs untergebracht sind, allerdings war Mittwoch abends hier überhaupt nichts los!
Helipad Party am Donnerstag auf dem Dach des Swissôtels! Wow…was für eine fantastische 360° Aussicht über Singapore! Natürlich waren wieder viele SMU-Exchange Students diese einmaligge Chance ergriffen, um auf über 200m Seehöhe im Freien Party zu machen.

Am nächsten Morgen fuhren Alice und ich schon sehr früh zur Fähre, die uns nach Bintan, zu den Riau Inseln in Indonesien, bringen sollte. Die Stunde für die erste verpasste Fähre haben wir durch die Zeitumstellung (1h) wieder wett gemacht und nach knapp 1h Fahrt kamen wir im Bintan Nirwana Beach Resort an. Der perfekte Ort um einfach nur abzuschalten, Ruhe genießen, chillen, lesen, Musik hören, sonnen und natürlich baden ;)) Ja genau wir haben zum ersten Mal das „Nichtstun“, was bei mir ja ziemlich selten vorkommt, genossen und den fehlenden Schlaf wieder aufgeholt! Wir hatten einen netten Bungalow 100m vom Strand entfernt und ließen uns das ausgiebige Frühstücksbuffet schmecken ;) nach den 2 erholsamen Tagen fühlten wir uns wieder gestärkt für die nächsten Aufgaben. Zurück in Singapur, auspacken, Laptop an, Umziehen und zur nächsten Party! Das können wir uns nicht entgehn lassen. Wir haben eine Einladung zur F1 Johnnie Walker Party in der Luxuslocation „One at the Bund“ erhalten. Wow, was für ein Event, wir auf der Gästeliste, Free Flow die ganze Nacht, das feinste Essen inklusive, lässige Musik,…natürlich total überfüllt je später der Abend wurde.

Sonntag vormittag hieß es schon wieder Gruppenmeeting, schließlich lauft jetzt der Countdown. Die Präsentation des großen Mercedes Projektes, bei dem wir mit einem realen Projekt vertraut gemacht wurden und als Consultant den Auftrag im Sinne von Mercedes bearbeiten müssen. Es geht um eine Analyse des „digital landscape“, wobei ich leider keine weiteren Angaben machen darf und die Informationen hochvertraulich sind und bei Mercedes bleiben müssen.

Ja Sonntag ist es, der 26.9.2010, in Singapur! Das heißt: Formel1 Grand Prix das finale Nachtrennen nach 2 Tagen Probefahren und Qualifying!! Und wir haben die Tickets ja auch schon seit mehr und freuten uns umso mehr bei diesem einmaligen Event live dabei sein zu können. Es ist das dritte Nachtrennen in Singapur, das einzige Nachtrennen der F1 und eines der beiden Stadtrennen anstatt auf einer Rennstrecke (und Monte Carlo/Monaco). Woooooooooow…ist das laut. Ohrstöpsel rein..schnell, schnell bevor das nächste Auto daher rast. Wir machten uns schon sehr früh auf den Weg zu den Walkabout Zonen für die wir die Tickets gekauft hatten und suchten uns ein geeignetes Platzerl. Die Kurven, waren der Tip von früheren Besuchern, denn da müssen die Fahrer runterbremsen. Auf geraden Strecken hat man sowieso keine Chance einen Fahrer zu erkennen in den wenigen Millisekunden die man ein Auto vorbeirasen sieht ;) Um 18.30 begann dann die Fahrervorstellung, bei der die Rennfahrer auf Oldtimern die ganze Strecke abgefahren sind und dem Publikum zugewinkt haben.
Um 20h war es dann soweit: Startschuss für 61 Runden!! Spannend ;) in der ersten Runde ist gleich der erste Fahrer rausgeflogen und zwar genau in der Doppelkurve wo wir gestanden sind.
Aber nachdem ich nicht wirklich ein F1 Fan bin und wir nicht wirklich etwas über das Rennen erfahren hatten, wer vorne war und wer schon rausgeflogen war sind wir danne in bisschen herumspaziert im Areal und haben zu anderen Locations geschaut.
Leider ist dann mein Favourit Hamilton rausrgeflogen :( und Alonso gewann das Rennen vor Vettel, der für Redbull fuhr. Die Siegerehrung sahen wir dass auf einen der vielen Screens als wir schon auf das Mariah Carey Konzert im Wavebreaker warteten. Kurz nach Ende kam sie dann auf die Bühne mit ihrem sehr unvorteilhaften engen Kostüm, welches ihre derzeitige schlechte Figur noch mehr hervorhob! Wir waren wirklich überrascht, dass sie wirklich so dick war. Manche Fans neben uns flippten richtig aus...unverständlich. Ihre Performance war im Gesamten wirklich nicht sehr aufregend. Nach nur zwei Songs verschwand sie wieder von der Bühne,...offensichtlich hat sie die Hitze nicht ausgehalten ;) nach einer kurzen Rap-einlage kamm sie ein zweites Mal. das Highlight der Show waren die Tänzer!! Stimmlich hat sie schon was drauf aber die meisten Songs waren mir unbekannt. Insgesamt hat sie vielleicht 5 oder 6 Songs gesungen, wir sind dann früher gegangen, um den anderen 80.000 Menschen zu entfliehen.

Diesen Montag war ich sage und schreibe 12h auf der SMU, durchgehend an gruppenarbeiten geabeitet!

Heute haben wir noch die Midterm Präsentation bei Mercedes gehabt die mehr oder weniger ok verlief. Ohne Feedabck ist das leider schwer zu sagen, aber wir waren zufrieden.

In weniger als 9h gehts jetzt nach Indonesien, zuerst 2 Tage Jakarta und anschießend nachh Bali und Lombok.

Liebe Grüße aus knapp 10000km Entfernung ;)

Sonntag, 19. September 2010

Zwei Janes auf der Suche nach Tarzan im Nationalpark Taman Negara

Unsere Reise letzte Woche führte uns in den, mit 150 Mio. Jahren, ältesten Nationalpark (Taman Negara auf malaysisch) von Malaysien, mit einer Größe von über 4300km2 (nein, da ist keine 0 zu viel!), über 70 verschiedenen Palmenarten, 200 Tigern, etliche Elefanten, Tapire, Wildschweine, Nashörner, Affen, 600 Vogelarten, 1000 Schmetterlingarten, Leopardenkatzen, Hirsche, Eichhörnchen, Schlangen, Echsen….und eine Menge Blutegel!!

Mittwoch Abend setzten Alice und ich uns in den Nachtzug, der uns dann nach gut 7h Fahrt in Jerantut absetzte. Gebucht hatten wir Superior Class Tickets, die allerdings normale Sitze in die verkehrte Fahrtrichtung, in einem eiskalten Zugabteil waren. An den beiden Grenzen mussten wir wieder 2x aussteigen, jedoch wunderten wir uns, dass wir keinen Stempel in unseren Pass bekamen. Anscheinend ist es egal wenn man mit dem Zug ausreist?? Keine Gepäckkontrolle, nichts!? Angekommen um 2.30 in der Nacht, blieb uns nichts anderes übrig als die Zeit bis 5.30, wenn der erste Bus nach Kuala Tahan, dem Basisdorf zum Dschungel, abfuhr, Tod zu schlagen. Geschlafen haben wir, wie man annehmen kann nicht wirklich und so machten wir es uns so gut es geht „gemütlich“.

Pünktlich um 7.30 erreichten wir unser Ziel. In Kuala Tahan benötigten wir nun dringend eine Stärkung und hatten Eierspeise und Käse-Roti zum Frühstück. Dann trafen wir noch auf Jule, eine Couchsurferin, die wir in Melaka bei Jordan kennen gelernt hatten, und fuhren mit dem Boot auf die gegenüber liegende Seite des Sugai Tembeling (Fluss) um den Dschungeltrip zu starten. Nach der Registrierung im Wildlife Department machten wir uns um 10h auf dem Weg zum ersten Stopp, dem längsten „Canopy Walk“ der Welt, über 40m über dem Boden! Auf schaukeligen Brücken geht man 500m auf der Höhe der Baumwipfel durch den Dschungel und genießt die etwas andere Aussicht! Auch eine Schlange haben wir dort gesichtet! Anfangs war unsere größte Sorge, von Blutegel angegriffen zu werden und so trafen wir alle möglichen Vorkehrungen, um uns die Biester vom Leibe zu halten: Insektenspray, dann lange Hosen, darüber Socken und anschließend Insekten-Imprägnierungsspray, Laufschuhe und darüber Imprägnierungsspray,…und dann noch den restlichen Körper alle Stunden mit Insektenspray bearbeiten.

Vom Canopy walk ging die Reise, der anfangs noch ein Spaziergang war, weiter und zu diesem Zeitpunkt kamen uns noch viele Touristen entgegen aber je weiter und tiefer wir in den Dschungel gelangen, umso weniger Menschen haben wir auf unserem Weg getroffen. Unser Ziel war die 9,2km entfernte Kuala Trenggau Lodge, von wo wir noch anschließende 2km zum Hochstand Bumbun Kumbang, wo wir die Nacht verbringen wollten, vor uns hatten.
Wir kämpften uns durch den Dschungel, das Dickicht, über und unter umgestürzte Bäume hindurch, über Bäche, Hügel rauf und runter, immer wieder mussten wir eine Rast einlegen, Hunger hat man bei der Luftfeuchtigkeit und Hitze überhaupt keinen, nur Durst. Unseren Wasservorrat mussten wir allerdings gut einteilen, denn mehr als 1,5l trugen wir nicht mit uns. Jule hat längst schon aufgegeben und ist umgekehrt und nun waren wir nur mehr zu zweit unterwegs. Zwei „Owizahrer“ hatten wir allerdings noch immer dabei - unser Backpacks, die uns immer schwerer und schwerer vorkamen.
Schwingend auf der Liane - doch nicht so einfach wie das Tarzan macht! ;P

Die Kilometer wurden nicht weniger. Jeder, der mal einen Kilometer im Dschungel zurückgelegt hat, weiß nun wie weit dies wirklich ist! Wir kämpften weiter und plötzlich blieb unser Herz fast stehen, nachdem unser Puls auf 200 hochgeschossen ist. Der Grund: klick. Ich drehte mich zu Alice, die schon dabei war umzudrehen, um und wir erstarrten. Was war das? Das war doch nicht etwa….? Das kam von rechts, hinter dem Gebüsch nicht mehr als 10m von uns entfernt. Sonst Totenstille im Wald. Was sollen wir tun??? PANIK Attacke! Ruhig bleiben, durchatmen, überlegen, haben wir eine Chance? Kuala Tahan ist mehr als 5km entfernt und die andere Richtung kennen
wir noch nicht. Weglaufen, Schreien, auf einen Baum klettern,… alles keine vernünftigen Optionen. Mit Stock und Messer in der Hand fühlten wir uns ein wenig sicherer, auch wenn wir wussten, dass wir gegen einen Tiger oder jede andere Raubkatze machtlos waren. Nach wenigen Minuten, begannen die übrigen Dschungelgeräusche wieder und beendeten die Totenstille. Nichts war mehr zu hören oder zu sehen. Mit zitternden Knien beschlossen wir den Weg weiter zu folgen, denn wir hatten keine andere Chance.

Nach wenigen Minuten begegneten wir dem Orang Asli Urvolk. Bis hierher hatten wir an die 5h für ca. 5 oder 6km im Dschungel gebraucht! Wir waren sooo froh wieder ein paar Menschen (lebend) zu sehen, in diesen paar primitiven Bambushütten.
Wir gingen zum Fluss und wollten nur mehr weg, weg von dieser Gegend. Endlich kam ein Boot vorbei, das uns mitnahm, flussaufwärts zu unserem ursprünglichem Etappen-Ziel Kuala Trenggau. Warum brachen wir unseren Trip nicht ab nach dieser Begegnung, die uns vielleicht das Leben gekostet haben könnte?
Keine Ahnung ehrlich gesagt. Jedenfalls setzten wir unsere Dschungeltour von dort aus zum Hochstand fort, die uns eine weitere Stunde durch das Dickicht kostete und etlichen Bachüberquerungen inkludierte. Ehrlich gesagt dachte ich nicht, dass wir die Hütte noch erreichen werden, doch irgendwie haben wir uns durchgeschlagen und ließen uns erschöpft auf den harten Holzbetten nieder. Wir hatten noch 2,5h bis zur absoluten Finsternis (ab ca. 19h15) und beobachteten die Lichtung des Urwaldes vom Hochstand. Psssssssst....ab jetzt leise sein, damit sich vielleicht das eine oder andere "größere" Tier zeigt.

Leider Fehlanzeige! Außer dem Urwaldgeräusch konnten wir allerdings nichts mehr wahrnehmen. Dann kam das Gewitter näher und näher und entwickelte sich zu einer Untergangsstimmung.

Schade, dass gerade heute keine anderen Touristen den Weg zu unserem Hochstand
wagten und wir nun die Nacht alleine durchstehen mussten. Anfangs dachten wir noch wir können uns nun 12h erholen und Kraft für den nächsten Tag tanken, doch hochgerechnet hatten wir vielleicht 4-5h geschlafen nachdem wir alle 30-60min hochgeschreckt sind und von den Tiergeräuschen und dem Donnergrollen aufgerissen wurden.

Die Nacht war wahrscheinlich die längste unseres Lebens und um 7h30 war sie dann mit dem Sonnenaufgang endlich zu Ende. Frühstück? Einziger Proviant waren noch ein paar Kekse, die von (wahrscheinlich) Fledermäusen angeknabbert wurden, und ein halber Liter Wasser. So schnell wie möglich hier weg!!! Also wieder 2km zurück zum Ufer, allerdings waren die Wege durch den Regen viel schlammiger, die Bäche doppelt so breit und etliche Bäume kreuzten den Weg und fielen krachend um! Die Angst trieb uns immer weiter voran, als ich dann noch tatzenartige Abdrücke am Weg vorfand und wir schafften den Weg in 50min. Endlich wieder am Ufer warteten wir auf ein vorbeifahrendes Boot und ein paar Orang Asli nahmen uns mit nach Kuala Tahan. Wir sind gerettet!!! Wir freuten uns auf nicht mehr als wieder Leute um uns zu haben und ja…endlich eine Dusche und dann Essen!!
unser Erlebnis wurde natürlich am Board des Wildlife Departments festgehalten!

Danach gingen wir vom Parkeingang nochmals einen kurzen Weg durch den Dschungel zu einer Badestelle namens Lumbok Simphon, die allerdings aufgrund des Regens nicht zum Baden geeignet war, aber sonst wahrscheinlich auch nicht wirklich zu empfehlen ist. Wer weiß welche Tiere noch alles hier im Wasser leben? Nach 2 Nächten ohne Schlaf und ca. 6h Dschungelwanderung am Vortag war mit uns nicht viel anzufangen aber wir spazierten noch durch das Resort vom Taman Negara und zum Bumbun Tahan, dem nächsten Hochstand vom Startpunkt. Tiere haben wir dort allerdings keine gesehen. Zur Höhle Gua Telinga sind wir nicht mehr gewandert, da die zurzeit sowieso wegen Steinschlag nicht begehbar ist und die Fledermäuse kennen wir auch schon. Schließlich beschlossen wir zurück zum Hostel „Dakili“ zu fahren, um uns auszurasten für die Nachtsafari. In einem der Floating-Restaurants haben wir dann noch Abend gegessen und um Punkt 20h30 setzten wir uns auf die Rückbank des Jeeps, der uns durch die Palmölplantagen chauffierte. Diesmal waren wir natürlich mit Guide unterwegs und gespannt folgten wir dem Scheinwerferlicht, mit dem unser Guide nach den nachtaktiven Tieren Ausschau hielt.
Die Bilanz nach der 1,5h Tour: Wildschweine, Affen, Leopardenkatze, Kühe, Vögel, und andere Tiere, deren Namen ich nicht kenne ;) Es war wirklich aufregend durch die riesige Palmenlandschaft bei Nacht zu fahren und das Dschungelfeeling noch mal von der etwas sicheren Seite zu erleben. Aber nun war genug vom Dschungel. Eine Nacht noch in Kuala Tanah hinter uns bringen und dann haben wir es hinter uns.

Unser restliches Geld reichte gerade noch aus für einen kleinen Snack in der Früh bevor es mit dem Boot 2h flussabwärts nach Kuala Tembeling ging und von dort weitere 30min nach Jerantut. Die restlichen 2h Wartezeit wurden mit Essen einkaufen verbracht und dann stand uns „nur“ mehr eine 8h Zugfahrt zurück nach Singapur bevor ;) Blutegelbilanz: ein Angriff auf Alice konnte erfolgreich abgewehrt werden, ich wurde zum Glück völlig verschont! Moskitobilanz: Nope,…keine Stiche! Hoch lebe No-Bite Insektenspray!! Der Trip war Adrenalin pur und hat sich auf jeden Fall gelohnt! Auch wenn wir auf die Begegnung mit dem Tiger gerne verzichtet hätten. Wir waren schließlich doch nicht im Zoo, wo Raubkatzen angekettet oder hinter Gitter sind, sondern in der freien Wildnis!

Wer noch ein paar Videos sehen mag, wies tatsächlich im Dschungel aussieht, kann hier noch ein paar Youtube Videos sehen.

Was sonst noch los war letzte Woche: Gym, Morgenlauf, Pool liegen, Gruppenarbeiten,… Dienstags waren wir vom Kurs „Business development – Strategy and Finance“ aus bei der Firma NESTLE und hatten einen Vortrag sowie eine Führung durch die Nestle Niederlassung, die hier als Research und Development Center fungiert. Der Nachmittag war sehr informativ und interessant und wir bekamen einen guten Einblick in Research von der Schweizer Firma. Gestern Abend machten wir nach unserer Ankunft noch einen Abstecher in Chinatown, wo das Laternenfest stattfand, allerdings waren wir zu müde um uns den chinesischen Massen länger auszusetzen.
Heute, Sonntag war ich ein bisschen „Window-Shopping“ in der Orchard Rd, DER Einkaufstraße in Singapur und musste mir mal die größten Malls „Wisma“ und „Takashimaya“ anschaun. Einfach unglaublich, diese Konsumtempel hier! Es gab einen riesigen Promotionbereich für die chinesischen Mooncakes, denn bald findet das Vollmondfest an dem diese Mooncakes verschenkt werden statt. Ich hab natürlich auch den einen oder anderen gekostet und bekam einen scheußlichen Durian-Mooncake als Kostprobe. Ja das hat man davon, wenn man immer alles ausprobieren muss..haha….

PS: Die Fotos zum Blog gibt’s außerdem hier. Allerdings konnte ich von den meisten Dschungelbewohnern (sprich Tiere) keine Fotos schießen :(

Montag, 13. September 2010

Thailand Sensation!



Ich muss nun wieder ein bisschen aufholen ;) jetzt waren wir ja wieder brav (fast) eine ganze Woche in unserer "Heimat" Singapur nachdem wir von unserem Thailand Trip zurückgekommen sind. Genau genommen waren wir von 31.8. bis 4.9. in Phuket, Ko Phi Phi und Ko Phang Nga.
Größere KartenansichtLos gings am Dienstag nach meiner 3. Vorlesung in der Woche, direkt zum Flughafen, wo Alice schon auf mich gewartet hat. Juhuuu Thailand! In Phuket angekommen haben wir uns dann zum Appartment unseres französischen Couchsurfers gemacht und er zeigte uns noch ein paar nette Beachbars am Naiyang Beach, wo wir Spaß am Billard spielen hatten und mit ein paar Cocktails auf unseren Thailand Trip angestoßen haben. Pierre is ein unkomplizierter Typ, außerdem sehr hilfbereit und bot uns sein großes Gästezimmer mit gemütlichen Doppelbett an. Wir haben uns sofort wohl gefühlt und haben soooo gut geschlafen ;) Am nächsten Tag mieteten wir uns ein Auto, es gibt ja nichts Besseres als flexibel und unabhängig zu sein und seine eigene Reiseroute festzulegen! Alice übernahm das Steuer nachdem ich ja leider keinen interntionalen Führerschein besitze, und sie hat die neuen, ungewohnten Also gings dann los Richtung Süden der Halbinsel, erster Stop: "Cashewy" eine Cashewfabrik wo wir uns dann durch sämtliche Sorten durchgekostet haben und natürlich auch zugeschlagen haben. Vorbei an der Herois Statue gings dann direkt nach Phuket Town, wo wir einen kleinen Spziergang in der wenig sehenswerten Stadt machten und unseren Trip nach Ko Phi Phi buchten, und fuhren schließlich zum Big Buddha auf den Hügel. Von dort hatte man eine super Aussicht auf die Insel und das Meer und wir bestaunten den 14m hohen Buddha, der noch immer im Bau steht und durch Spenden der Besucher finanziert wird. Auf dem Weg abwärts hielten wir an einer Kehre und knipsten ein paar Fotos mit einem Elefanten, der uns abbusselte :P (hätte nie gedacht, dass ein Elefant wirklich so eine raue haut hat und so hart Haare hat). War das witzig! Weiters haben wir noch beim Chalong Tempel vorbei geschaut, denn die thailandischen Tempel sind wirklich wunderschön zum anschaun, auch wenn ich Buddha Statuen schon zur Genüge gesehen habe, war ich von der Architektur und den goldenen Verzierungen beeindruckt. Mittag gegessen haben wir dann am Rawai Beach, typische Thai Nudeln namens Pad Thai, mit herrlichem Blick auf das Meer. Anschließend fuhren wir zum Aussichtspunkt, zur südlichsten Spitze Phromthep Cape, von wo man einen phantastischen Blick auf 3 Strände hat. Nach dieser langen fahrt haben wir uns eine Rast an einem der schönsten Strände (Nai Harn Beach) verdient. Fast menschenleer, wunderschöner weißer Sandstrand, tolle Wellen,...mehr brauch ich dazu nicht mehr sagen oder? Auf unserm Weg zurück passierten wir noch die vielen anderen Strände an der Westküste und hielten am karon Beach, um den Sonnenuntergang zu genießen. Wir fuhren natürlich auch durh Patong, dem Partymekka und Touristendorf schlechthin vorbei, von dem wir allerdings überhaupt nicht angetan waren. Zurück angekommen am Naiyang Beach trafen wir uns mit Pierre und seinem Thailändischen Freund zum Abendessen, Seafood am Strand, wie romantisch.... Donnerstag hieß es früh, ja sehr früh aufstehen um nach Phuket Town zu fahren und von dort die erste Fähre nach Ko Phi Phi zu erwischen. 1,5h schipperten wir dann mit der Fähre zum Paradies und ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Dies war ein fataler Fehler, denn nach den 1,5h waren komplett aufgebrannt obwohl es nicht mal so sonnenklar war. Nun haben wir endlich gespürt, dass die Sonne hier am Äquator wirklich mit 90° am Himmel steht und eine viel stärkere Wirkung hat. Sehen kann man das allerdings nicht nur an uns, sondern auch all den anderen Touris die es mal wieder übertrieben haben. Schnell deckten wir uns mit Aloevera Sonnengel ein um den Schaden wieder einigermaßen zu lindern. Ko Phi Phi ist eindeutig ein Touristenort und überlagert mit Verkaufsständen und überteuerten Touren. Glücklicherweise fielen wir nicht gleich auf die ersten Anbieter herein, deren Preis 5x (!) so hoch war wie der den wir schlussendlich bezahlten und auch ein kleines, günstiges Gästezimmer ließ sich leicht finden (zum Glük war ja auch noch Nebensaison). Für den Nachmittag war dann eine Longtail Bootstour um einen Tail von Ko Phi Phi Don geplant und zur nur 5km entfernten kleineren Insel Ko Phi Phi Leh geplant. Traumhaftes Wetter, glasklares Wasser, das so warm war wie die Badewanne und die bunten Fische und Korallen luden zu etlichen Schnorcheltrips ein. Wir pausierten in einigen Buchten, wie auch am Affenstrand, doch das Highlight war definitiv MAYA-Beach, der Strand wo Leonardo Di Caprio für "The Beach" gedreht hat. Dafür gibt es einfach keine Worte, und leider auch keine Bilder, da wir uns den Weg auf die Insel und durch den Dschungel zu Fuß erkämpfen mussten. Aber hier ist ein Link von Youtube um einen Einblick zu bekommen, wie es dort aussieht. Abends wurde es leider ein wenig gewittrig und es fing stark zu regnen an, daher viel die "Halfmoon"-Party am Strand ziemlich ins Wasser aber wir hatten noch einen Drink am Strand in der Reggae Bar, die wirklich sehr gemütlich war. Tags darauf, nachdem der Regen wieder zu Ende war, machte ich mich auf den Weg zum Viewpoint auf 164m, von wo man einen fantastischen Ausblick auf die 2 großen Buchten der Insel hatte und das Dorf dazwischen, welches 2004 vom Tsunami fast komplett zerstört wurde. Nach einem abschließendem Mittagessen am Strand fuhren wir mit der Fähre wieder zurück nach Phuket. Die Überfahrt war leider alles andere als angenehm...wir saßen auf dem "Sonnendeck", was sich leider bald als schrecklicher Fehler herrusstellte, denn bei den stürmischen Bedingungen schwappte das Meereswasser alle paar Sekunden über das gesamte Boot und als wir nach 2 laaaangen Stunden wieder am Ufer ankamen waren wir klitschnass von oben bis unten weil jeder Versuch, das Deck zu verlassen gescheitert war und uns zu Boden stieß. Was wir wollten war nur mehr eine Dusche, ddaher so schnell wie möglich zurück zu Pierre in das Spitzen-appartment. Wir drei hatten einen gemütlich Abend und viel Spaß beim Pasta kochen ;) Der letzte Tag wurde auch noch mit einem Ausflug gefüllt, nämlich nach Ko Phang Nga. Unser Trip inkludierte 4 Inseln, 2 Kajaktrips und der Ausflug zur berühmten James Bond Island sowie all-inklusive Essen und Trinken. Mit an Board war "Captain Jack Sparrow" unsere eindeutiger Favourit;) wir konnten auch unsern Tourguide überzeugen, dass wir das ach so schwere Kajak-Boot auch allein handeln können und durften schließlich als einzige das Paddel selbst in die Hand nehmen..hehe..war das lustig! Auf der James Bond Island haben wir natürlich auch einige Fotos geschossen und die umliegenden Karsthügel, (Inseln) die aus dem Wasser schauen, bestaunt. "
Die Umgebung hat mich sehr an meinen Trip nach Guilin in China erinnert, denn die Landschaft dort besteht auch aus hunderten von Karsthügeln. Nach diesem Ausflug war unser Thailand Aufenthalt leider schon fast zu Ende, wir verbrachten noch ein paar Stunden bei unserem Couchsurfer und mussten dann die restlichen Stunden am Flughafen Tod schlagen. Wir kommen definitiv wieder, zumindest nach Thailand!! Das Land ist einfach einzigartig, das Land der Elefanten, in dem 65 Millionen Einwohner leben, nur 6 % älter als 65 Jahre sind und der König Bhumidd Adulyadej (Rama IX.) der am längst-regierendste der Welt ist (seit 1950).


Wie schon gesagt, die letzte Woche verbrachten wir nun in Singapur, um auch ein wenig zur "Ruhe" zu kommen und ein wenig an unseren Gruppenprojekten zu arbeiten und unseren Pflichten zu erfüllen. Neben Gym- Einheiten, Besuche beim Botanic Garden, Holland Village, Pinnacle HDB, Kino "Vampires sucks", einer Tour durch das National Museum, dem Asian Civilization Museum und dem Singapore Arts Museum, dem Besuch des Hari Raya Fest zum Ende des Fastenmonats Ramadan, standen noch 2 Gruppenmeeting an und das erste Briefing mit den Mercedes Leuten von Daimler, wofür wir uns fein herausgeputzt hatten ;) Schließlich geht es um einen "echten Job", eine echte Aufgabe, die wir als Consultants zu bewältigen haben. Das klingt nach viel Arbeit aber nach einem recht spannendem projekt mit viel Praxiserfahrung. Freitags war nun Feiertag wegen Hari Raya und dementsprechend war auch die Hölle los, vor allem im indischen Viertel!

Spontan entschlossen wir uns, das Wochenende in Melakka (Malaysien) zu verbringen. Per Bus machten wir uns auf die Reise, im Norden von Singapur mussten wir zum ersten Mal den Bus verlassen um durch die Immigration zu gelangen, dann wieder in den Bus, über die 800m lange Brücke nach Malaysien und dort hieß es wieder "alle aussteigen bitte und Gepäck mitnehmen!", zum 2. Check an der malaysischen Grenze. Mühsam diese Busfahrt aber nach etlichen Stunden haben wir es an unser Ziel geschafft. Melakka zählt zum UNESCO Erbe und war eine der wichtigsten Hafenstädte. Zuerst belagert von den Holländern, daher auuch der sehr holländische Einschlag den man nicht schwer an all den Häusern erkennen kann, dann kamen die Portugiesen und ließen sich im Portuguese Village nieder und schließlich wurde Melakka von den Briten erobert. Die Stadt ist klein aber fein, hat ein nettes chinesisches Viertel, in dem vor allem die Baba-Nyonya(Peranakan=chinesische Männer verheiratet mit malaysischen Frauen, deren Nachkommen) wohnen und ihre Traditionen zeigen. Besonders am Wochenende strömen hier viele Besucher aus den umliegenden Städten zu Markt her. Es gibt auch eine alte Ruine am St. Pauls Hill von dem man einen netten Ausblick auf die Stadt und das Meer hat. Den Sonnenuntergang haben wir dann am Ufer des portugisischen Dorfes angeschaut und dann machten wir uns auf die fast erfolglose Suche nach unserem Couchsurfer Jordan. Niemand wollte diese besagte Adresse kennen, jeder schickte uns in unterschiedliche Richtungen und brachte uns fast zur Verzweiflung. Doch plötzlich fanden wir die richtige Hausnummer und wie ein Wunder, stand da ein Yogatypi vor uns, der uns dir Tür zum "Spa", unserer Unterkunft öffnete. Wir konnten es selbst fast nicht glauben, dass wir nun wirklich angekommen waren nach dem Tag voll warten, warten, suchen, suchen,... Wir waren so erschöpft, dass wir direkt ins Bett....aja da war was!...haha...auf die Massagebetten fielen ;)
Das war mit Abstand die schrägste Couchsurfing Erfahrung bisher. Eine Nacht in einem alten Spa, auf Massagebetten neben einem Jacuzzi, bei einem Yogatypi, der gaaaaaanz auf der spirituellen Ebene ist und das "Vibrant feeling" sucht;) Sonntag früh waren wir dann mit Jordan, den wir dann zum ersten Mal trafen, seinem Freund aus Singapur und 2 deutschen Couchsurfern, die auch bei ihm waren, frühstücken und anschließend spazierten wir zum Baba-Nyonya Museum. Die Tour durch das Peranakan Haus war wirklich sehr interessant und sollte man nicht missen wenn man nach Melakka kommt. Später zeigte uns Jordan noch ein paar seiner Lieblingspläätzchen wie auch das alte Teehaus. Am Nachmittag mussten wir allerdings schon wieder zurück, da wir ja heute, Montag wieder Unterriccht auf der SMU hatten! Schon arm oder? ;)Vor der Abreise deckten wir uns noch mit jeder Menge Proviant und Vorrat (1,5kg Joghurt) von Tesco ein..haha... Denn dann hatten wir statt geplanter 3h Reise eine Heimfahrt von 7h!! Stau, Stau, Stau, Grenzkontrollen, Chaos und verpasste Busse verlängerten unseren Trip auf ein Vielfaches!

Sodala, jetzt sind wir wieder zurück in Singapur, allerdings nur mehr bis Mittwoch Abend, denn dann geht es wieder los: nach zum Taman Negara, dem größen Nationalpark Malaysiens, diesmal aber mit dem Nachtzug! Ich bin schon gespannt, was uns dort im Dschungel erwartet...außer vielen Blutegeln...iiiiiigitt!

Bussi Byebye

Dienstag, 7. September 2010

bald back mit neuem Eintrag

jippiiii...noch war ich nicht motiviert genug um zu schreiben, daher verweise ich erstmals auf den Blog von Alice und ich verspreche ich bin bald wieder zurück ;)

Bis bald, eure Lisa aus Asia

Dienstag, 31. August 2010

First Trip over: Kuala Lumpur + Cameron Highlands

Schnell buchten wir uns Flüge nach Kuala Lumpur und hoben letzten Mittwoch in die Hauptstadt Malaysiens ab.



Dort angekommen suchten wir unser nettes Hostel in Chinatown auf und machten uns anschließend auf den Weg für unsere Citytour vorbei am Guan Di Tempel und dem indischen Sri Maha Mariamnan Tempel weiter zum Old Market Square, Central market, Jamek Mosque, Merdeka Square, Sultan Abdul Samad Building, National Mosque, vorbei am Bahnhofsgebäude zu den Lake gardens, wo uns wieder ein paar Affen begegnet sind, und in einem kleinen Zoo im Park, zurück zur Altstadt in die Petaling Shopping Straße in Chinatown und zum Hostel retour. Nach einer kurzen Verschnaufpause führen wir zum KL Tower und genossen von 260m Höhe die tolle Aussicht auf Kuala Lumpur und den Petronas Towers, den Wahrzeichen der Stadt, bei Nacht. Dann trafen wir auf 2 CSler, die uns ins Fortgehviertel mitnahmen und im „Twenty One“ ließen wir uns gratis Cocktails servieren und stießen auf unseren KL Trip an ;)

http://maps.google.com/maps?q=kuala%20lumpur&rls=com.microsoft:en-US&oe=utf8&um=1&ie=UTF-8&sa=N&hl=de&tab=wl

Am nächsten Morgen mussten wir früh auschecken, da wir den ersten Bus zu den Cameron Highlands, ca. 250km nördlich von KL, nehmen wollten. Die Busfahrt nach Tanah Rata dauerte 4h, doch hatten wir Glück einen so bequemen Bus gefunden zu haben und schliefen dort einfach weiter, während wir auf 1800m fuhren. Wir hatten kein Problem dort ein nettes Hostel zu finden und gut gestärkt nach unserem indischen Mittagessen brachen wir zu den Robinson Wasserfällen auf die im Dschungel zu finden sind. Über Stock und Stein und auch manch ungestürzten Bäumen führte uns der Weg quer durch den Dschungel und als es dann zu Regnen begann erreichten wir eine Teeplantage und kamen gingen weiter zur Hauptstraße. Zum Glück mussten wir nicht lange warten, bis uns ein netter Einheimischer wieder mit zum Dorf nahm ;) Nun wurde es deutlichkühler und zum ersten Mal seit ich hier bin hab ich meinen Pulli gebraucht.

Freitag morgens wanderten wir dann los zur BOH Teeplantage direkt durch die „Wälder“ und schauten den Arbeitern beim Pflücken der Teeblätter zu bevor wir uns den Tee im Teehaus mit herrlicher Aussicht auf die Plantagen schmecken ließen…naja der Tee war nichts besonderes aber wir haben ihn probiert wenn wir schon mal da sind. Zurück, vorbei am Rosengarten kamen wir wieder an die Hauptstraße wo wir eine Bienenfarm angeschaut haben und weiter zu den Obst und Gemüseständen spazierten. Giftgrüne Apfelgroße Früchte lachten uns hier an zum probieren und unser Weg führte uns weiter in das Dorf Brinchang und von dort führte ein kurzer Weg zum Kaktusdorf und zur Erbeerfarm…Yummie ;) Erdbeereis, Erdbeershake, Erdbeersalat, Erdbeerpancake, Erdbeerwaffeln, Erdbeeren mit Joghurt ja sogar Erdbeercafe und Kakao…all dies ließ unsere Herzen höher schlagen und wir schlemmten mal so richtig ;) Bevor wir aber wieder den Bus zurück nach KL nahmen besuchten wir noch das Orang Asli Bergvolk, wo wir dann vom Regen überrascht wurden. Von einem Moment auf den anderen gießt es hier in Strömen und davor war es noch heiß und Sonnenschein. Nach längerer Busfahrt retour nach KL mussten wir uns noch ein Hostel suchen, das wirr wieder in Chinatown gefunden haben und vielen müde ins Bett.

Samstag früh brachen wir dann noch mal für einen Stadttrip auf und besuchten die Petronas Türme, das Suria Shopping Zentrum darunter mit der Petronas Gallerie und danach den schönen, sauberen KLCC Park mit Moschee und daneben das Convention Center. Ein kurzer Spaziergang durch das malaysische Viertel Kampung Bahru führte uns schließlich vorbei an der Bahru Moschee und schließlich zum Chow Kit Market. Hier braucht man einen guten Magen und eine verstopfte Nase um die Gerüche nicht wahr zu nehmen. Trotzdem spazierten wir durch, um den Alltag und das tägliche Treiben am einheimischen Markt zu sehen. Weiter südlich kann man sich dann mit indischer und malasischer Kleidung von den Straßenmärkten eindecken, die aber gerade jetzt, zur Zeit des Ramadan wochenends überfüllt sind ohne Ende! Nach einer kurzen Rast im Reggae Cafe und einer kurzen Shoppingrunde in der Petaling Street, wo Alice nun ihre supertollen Backpacker Wanderschuhe erstanden hat, machten wir uns auf dem Weg zu Flughafen. Ist alles reibungslos abgelaufen und wir haben 2 neue Stempeln in unserem Reiseführer! Juhuuu ;)

Malaysien wir kommen wieder! Unser erster Trip ist schon mal gut über die Bühne gegangen und wir haben so einiges gesehen wir ihr liest und heute abend fliegen wir direkt nach der Vorlesung nach Thailand, Phuket!
Also bis bald wieder meine Lieben!!

Singapore, a fine city!

Bin wieder da nach einer längeren Pause. Nun ein paar Facts zu Singapur selbst und wie sich unser Leben so gestaltet.

Wohnung: Alice und ich wohnen im 7. Stock eines Condominiums in ruhiger Umgebung, 3 MRT Stationen von der Innenstadt entfernt, haben einen Singapura, eine Spanierin und 2 Vietnamesen als Mitbewohner, ein eigenes kleines Swimmingpool, Internet und Putzfrau. Was will man mehr, wir sind mehr als zufrieden und hatten richtig viel Glück das wir diese Wohnung schon vor unsrer Ankunft gefunden haben.

SMU: Klar gibt’s nun auch gleich ein paar wichtige Worte über die Uni selbst. Ausstattung, einfach genial, Lage mitten im Zentrum, Swimmingpool im 6. Stock, Gym im Basement, Sportclubs ohne Ende von Golf, Fechten, Volleyball, Tanzen, Wakeboarden, Klettern,…….alles was das Herz begehrt ;) die Bibliothek ist mehrere Stockwerke groß mit tollen gemütlichen Coaches zum relaxen und Zeitung lesen neben dem „Lernen“ ;) Selbst ein kleines Campus-Green haben wir und alles ist immer supersauber. Die Foodcourts im Basement der Uni sind billig, ein Teller kostet etwa 2 Euro und man kann sich durch Malaysien, Thailand, Korea, Japan, China und vieles mehr kosten. Die SMU feiert heuer ihr 10-jähriges Jubiläum, besteht aus 6 verschiedenen Komplexen, School of Economics and Social Science, School of Business, School of Law, School of Accountancy, Administration Bldg. und die Bibliothek, die alle unterirdisch miteeinander verbunden sind, sodas man sich nicht in die Hitze plagen muss und eine Straße überqueren muss ;) Hier studieren zurzeit an die 6000 Studenten und 420 Austauschstudenten und die SMU is neben der NUS und der NTU eine der 3 renomiertesten Unis in Singapur und hat auch weltweit ihren Platz im Universitätenranking. Daher sind wir stolz, dass wir hier studieren können, noch dazu müssen wir keine Studiengebühren zahlen! Die Hörsäle sind halbkreisrund angeordnet und die bequemen Bürosesseln laden für ein kleines Nickerchen ein wenn die Stunden mal nicht vergehen. Was aber ganz fatal ist, ist die Klimanalage immer und überall wo man hingeht und nicht nur auf der SMU! Es wird so eiskalt heruntergekühlt und dieses ständige heiß-kalt kann schon mal zu der einen oder anderenn Verkühlung führen, daher muss man sich immer einen Schalf oder Pulli mitnehmen auch wenn es draußen über 30° hat...ist doch absurd oder? Wie wärs mal mit ein bisschen Stromsparen?? ;) Wir haben unsere Lectures auf Montag und Dienstag gelegt, war auch nicht so schwierig bei nur 3 Kursen die wir absolvieren müssn, aber wenn man bedenkt dass pro Kurs angeblich 150 extra Arbeitsstunden erwartet werden, reicht das denk ich allemal. Ich hab mich für „Market Research“, „Business Consulting“ und „Business Development-Strategy and Finance” entschieden. Projekte und Gruppenarbeiten sind hier ganz groß geschrieben und der Hauptteil der Kurse. Market Research ist für mich nichts neues aber die andren beiden Kurse sind recht interessant und werden auch von einem Professor aus St. Gallen gehalten. In Business Consulting sind wir mit realtime Problemen von großen internationalen Firmen wie Mercedes, Lufthansa, Nestle, Geberit, …konfrontiert und 2/3 der Studenten sind auch aus St. Gallen. Ich habe die Ehre von Mercedes ins Projektteam gerufen zu werden und wir warten nun auf unser erstes Briefing. Das Projekt ist eine Challenge aber ich bin mir sicher dass wir viel davon lernen können und uns nachher den Job als Consultant gut vorstellen können. Die Kurse sind übrigens jeweils 3h15min, daher bin ich Montags von 12.00 bis 18.45 und Dienstag von 15.30 bis 18.45 auf der Uni. Ja und die restliche Zeit? Wie gesagt Projekte, Gruppentreffen und natürlich….REISEN!! Das will ja so gut wie jeder hier! Einfach nur weg, darum sind wir da oder? ;)

Festivals: Eine Menge Events haben bereits stattgefunden, neben dem Orientation Day, BBQ, Heritage Festival und dem Vivace Day, an dem sich alle Clubs (sei es Sport, Sozialgruppen oder Financegruppen, die sich regelmäßig treffen, um über aktuelle Wirtschaftsbewegungen zu diskutieren) gibt es nun auch die kulturellen Feste. Bald ist das chinesische „Hungry Ghost Festival“ um. In diesem Monat stehen die Geister der verstorbenen auf und man sieht auf den Straßen immer wieder kleine Feuerstellen und brennende Räucherstäbchen um die Geister zu beschwören und auch einige Bühnenveranstaltungen bei denen abends die Chinesen zusammenkommen. Auch das Fastenmonat Ramadan für die Muslime ist bald um und wird nächste Woche beim Fest Hari Raya, dem Ende des Fastenmonats zelebriert. Noch dazu waren jetzt fast 2 Wochen die olympischen Spiele vor Ort, bei denen auch ich 3xzuschauen war und auch bei der Eröffnung das Feuerwerk gesehen habe. Am 24.9. beginnt dann die 3-tägige Formel1, für die Alice und ich auch schon lange Karten gekauft haben. Mariah Carey, Kingston und die Chippendales warten mit Performances auf! Wir sind schon gespannt auf dieses einmalige Nachtrennen!

Fortgehen: Zum Abfeiern gibt es natürlich auch viele Gelegenheiten, besonders Mittwochs wenn Ladies Night ist, Mädls immer gratis Eintritt bekommen und sich auch für Getränke nicht mehr kümmern müssen, alles gratis;) Coole Musik gibt’s im Butterfactory mit super Aussicht auf die Marina Bay und das fantastische Hotel, am Clarke Quay wimmeln sich abends die Leute in den Restaurants am „Fluss“ und danach in den vielen Bars und Clubs wie Arena, Lunar, Clinic, etc. wo es oft auf Lifebands gibt. Im Attica trifft man alle anderen Austauschstudenten und kann noch bis Frühmorgens durchtanzen ;) Zouk ist die bekannteste, größere Disko, allerdings füllt sie sich meist erst sehr spät und die Musik ist nicht immer gleich gut. Geht man wochenends aus, kann das schon ganz schön ins Geld gehen, denn Singapur ist NICHT billig. Die Getränkepreise sind ca. auf europäischem Level und Bier ist weit überteuert. Kleiner Tipp für alle die es ohne Alkohol nicht aushalten: Im Duty Free am Flughafen gibt es preiswerten Alkohol, auch in limited edition und alles immer 1l Flaschen.

S´pore a fine city: Ja s ist wirklich so, Strafen werden verhängt für alles und nichts. Überall sieht man Verbotsschilder, aber nicht immer werden sie beachtet. Essen und trinken ist in öffentlichen Gebäuden, MRT und Bussen sowie bei den Haltestellen verboten. Es ist verboten Durians, die stinkende, stachelige, grüne, asiatische Frucht mit dem öffentlichen Verkehrsmittel zu transportieren oder in öffentlichen Gebäuden zu essen. Also wer wirklich darauf steht, sollte sie kaufen und sofort verzehren um sich keine Feinde zu holen ;) Kaugummis gibt es nicht! Nirgends, außer du kannst nachweisen, dass du sie aus irgendeinem Grund benötigst und dafür eine ärztliche Bestätigung bekommst mit der du dann Kaugummis in der Apotheke kaufen kannst. Diese vielen Strafen oder Drohungen erklären vielleicht warum Singapur die sauberste Stadt Asiens ist.

Wetter: Mit einer Jahresdurchschnitttstemperatur von über 30° lässt es sich für Sommerkinder richtig gut leben hier. Wäre nicht noch die Luftfeuchtigkeit. Singapur ist ja nur ca 150km vom Äquator entfernt und kennt daher keine Jahreszeiten bzw. heißen die: Heiß, Heiß und Nass, Nass und Shoppingzentrum. Im Vergleich zu China finde ich es hier wirklich angenehm, denn Shanghai und Hongkong haben so hohe Luftfeuchtigkeit, dass man schon nach 5min durchgeschwitzt ist, hier dauert das schon etwas länger ;) Aber für alle, die direkt aus Europa kommen und die Luftfeuchtigkeit nicht kennen, ist das Wetter hier schon fast unerträglich. Regen gibt es fast täglich, dauert aber meistens nur wenige Minuten und dann scheint meist wieder die Sonne und kalt ist es hier nie, auch in der Nacht gibt es keine Abkühlung.

YOG: Die olympischen Spiele sind nun auch wieder vorbei und ich staune noch immer wie viel Aufwand dahinter steckt und was sich Singapur für diese Spiele angetan hat. Es waren etwa 4000 Sportler aus der ganzen Welt, plus Trainer, Angehörige und Fans die alle versorgt werden mussten. Dafür gab es mit Sicherheit ebenso viele Volunteers, die man in ihren violetten T-Shirts in der ganzen Stadt erkannte, unterwegs. Die Sportler waren in der Nanyang Technology University untergebracht, wo ein eigenes olympisches Dorf errichtet wurde. Ein österreichischer Leichtathletiktrainer lud mich zum Besuch ein und zeigte mir das Dorf mit den vielen Nationenständen, den sportlichen Einrichtungen und die Wohnstätten und schließlich kühlten wir uns noch im Schwimmingpool ab ;) Ich war wirklich beeindruckt und bin froh dass ich diese Möglichkeit hatte. 3 Tage bin ich ins Bishan Stadion, wo die Leichtathletik Bewerbe stattgefunden haben, gefahren und hab mich vom Olympiafieber mitreißen lassen. Ich konnte Ivona und Kira, die beiden österreichischen Springerinnen bei der Qualifikation anfeuern und sah auch das Finale der 100mHü und 400mHü. Unglaublich was diese jungen Sportler leisten. Doch in den Laufbewerben sind fast nur Schwarze an der Spitze. Beim 2000m Lauf zählte ich unter den Top14 Läufern nur 3 „weiße“ Sportler. Wahnsinn oder? Ich hab mich voll gefreut, ein paar alte Leichtathletik Bekanntschaften zu treffen und wir waren dann auch noch gemeinsam essen.

Essen: Was machen Singapura? Erm….Essen...Essen…Essen und Shoppen….sonst noch was? Hm….Essen. So lautet die typische Antwort! Tatsächlich findet man hier alles, bzw. sehr vieles und so viel neues für uns Europäer. Wenn man sich allerdings nicht immer nur von Reis und Nudeln ernähren möchte, wird diese Auswahl wohl wieder sehr reduziert. Ich hatte aber bis jetzt noch keine Probleme mit dem Essen hier und koste mich durch alles durch. Jeden Tag wird was anderes probiert und ich steh mittlerweile auf Indisch ;) auch die vielen frisch gepressten Fruchtsäfte, frische Kokosnuss und Zuckerrohrsaft sowie Teh Tarik sind wärmsten zu empfehlen! Das Essen ist meist mit Chili angereichert und dementsprechend scharf aber man gewöhnt sich an alles oder nicht? Weiters zum empfehlen sind: Roti Prata, Laksa, Ente, Hainan Chicken, Satay-Spieße, Stachelrochen, Austernomelette, Hokkien Mee Hoo, Popiah und die vielen Obstsorten wie Mangosteen, Rambutan, Longan, Guave, Dracheenfrucht, Papaya, Mango,… Mein Motto: Probieren, probieren, probieren! Und bis jetzt hatte ich keine Magenprobleme *holzklopf* und für Zwischendurch haben wir ja noch unsere eigene Küche wo wir dann unseren Kaiserschmarrn kochen können, wenn das Heimweh zu groß ist und den Salat zubereiten können, der uns wahnsinnig abgeht! Auch für Käse, Brot und Kernöl würde ich alles geben!!!

Was hab ich sonst die letzten 2 Wochen erlebt? Vieles werdet ihr schon auf meinen Fotos gesehen haben aber hier nochmal eine kurze Zusammenfassung:
Wir waren in allen 3 Parks, Jurong Birdpark, Singapore Zoo und Nightsafari. Ich dachte nie dass ich mal so begeistert vom Zoo berichtet werde, da ich immer der Meinung war, dass Zoo eher was für kleinere Kinder ist aber dieser hier ist anders! Ein riesiges Areal, dass wir nicht mal in 3,5h ganz abgehen konnten, wunderschöne Parklandschaft und Reservoir daneben. Die Tiere schauen gepflegt und natürlich aus und nicht eingesperrt und krank. Man sieht Löwen und Tiger in 10m Entfernung ohne Zaun! Dazwischen ist nur ein Graben und man hat Antilopen und Kängaroos zum Angreifen nahe. Das Highlight war sicher die Seelöwen Show, der mit seiner tollen Performance das Herz des Publikums gewonnen hat. Die Vielfalt ist so überwältigend und auch die Nachtsafari war ein einmaliges Erlebnis. Mit einem Bummelzug tuckert man durch den angelegten Dschungel und kann die nachtaktiven Tiere beobachten und am Ende sahen wir noch eine kurze Show. Am selben Tag waren wir auch noch beim Surf Turf Club einige Pferderennen anschaun, nachdem Alice und ich das noch nie gesehen haben.

Außerdem nutzen wir die freie Zeit zwischen den Vorlesungen und gehen brav ins Gym, um fit für unsere Vulkanbesteigung zu werden ;)